Fragen & Antworten

"Nürburgring! Das ist ja eine tolle Überraschung!

Doch noch ein Grand Prix in Deutschland. Ich bin im Formel-1-Auto bis jetzt drei Mal dort gefahren. Mit Red Bull haben wir auf dem Nürburgring zwei Siege eingefahren. Ich war einmal zweiter und 2013 konnte ich das Rennen gewinnen. Bin schon gespannt wie im Oktober das Wetter in der Eifel sein wird. Es wird auf jeden Fall eine Herausforderung, für die Teams und für uns Fahrer."

Interview mit RTL | zu sehen am Sonntag, 11. Oktober im Rahmen der Übertragung des Nürburgring Grand Prix

Welche Bedeutung hat der Mythos Nürburgring?
Der Nürburgring ist eine ganz besondere Rennstrecke, allein schon durch die Nordschleife. Ich glaube der Mythos Nürburgring lebt eigentlich nur durch die Nordschleife. Leider werden wir dort nicht fahren, sondern nur auf der Grand-Prix-Strecke. Aber trotzdem ist es herrlich, dass wir hierher zurückkommen ...

Was sind deine ersten Erinnerungen an den Nürburgring? Warst du auch einmal als Fan da?
Da muss ich etwas zurückdenken. Meine erste Erinnerung … Ja, genau: Als ich vor Jahren meinen Führerschein gemacht hatte, bin ich mit meinem Auto in die Eifel gefahren, um eine Runde auf der Nordschleife zu drehen. Das hat wahnsinnig viel Spaß gemacht. Zumindest in der ersten Hälfte der Runde. Denn irgendwann wurden dann die Bremsen zu heiß und ich hätte das Auto beinahe verloren. Ansonsten denke ich immer noch gerne an die Rennen in der Formel BMW/ADAC, im Rahmenprogramm der Formel 1. Das war damals für junge Fahrer wie mich ein Highlight.

Michael Schumacher hat dort fünfmal gewonnen und eine Euphorie entfacht.- Wie sehr hast du diese Stimmung wahrgenommen? Hast du ihn da auch mal persönlich getroffen?
Michael habe ich im Rahmenprogramm der Formel 1 getroffen. Wir BMW-Junioren durften auch ins Formel-1-Fahrerlager rein. Durch meine Verbindungen zur Kartbahn in Kerpen und somit auch zu Michael, hatte ich das Glück einmal in die Ferrari Box rein zu dürfen. Da war ich 16 oder 17 Jahre alt, war völlig fasziniert als ich all die rot gekleideten Leute rumlaufen sah. Einfach nur toll. Die Leidenschaft, die Michael in Deutschland entfacht hat, hat später den Weg für meine Generation geebnet. Dieses Jahr sind wir durch sehr außergewöhnliche Umstände wieder auf den Nürburgring zurückgekehrt. Aber was soll‘s, ich freu mich sehr darüber.

Was waren deine Gedanken als du 2013 hier gewonnen hast?
Nach dem Sieg war ich zutiefst erleichtert. Ich wollte immer einmal in Deutschland gewinnen. Aber hier, nach mehreren Anläufen, den Grand Prix auf dem Nürburgring zu gewinnen, das war ein großartiges Gefühl.

Du kennst vermutlich die Nordschleife ziemlich gut. Was löst diese Strecke in einem Piloten aus? Hobby-Fahrer kommen von weit her, nur um einmal hier zu fahren: Geht es hier nur um Leidenschaft oder um mehr?
Auf der Nordschleife gibt es ja schon seit langer Zeit keine Formel-1-Rennen mehr. Somit ist sie eine der Strecken, von der wir alle träumen. Aber auch wenn diese Möglichkeit auf der Nordschleife Formel 1 zu fahren heute nicht mehr besteht, der Grand-Prix-Kurs ist eine spannende und fordernde Strecke, die normalerweise immer im Formel-1-Kalender sein sollte. Schade, dass das nicht so ist. Aber toll, dass wir dieses Jahr hierher zurückkehren.

Hast du irgendwann mit Niki Lauda über die alte Strecke gesprochen. Was hat er dir erzählt und was weißt du über seinen furchtbaren Unfall von 1976?
Mit Niki habe ich einige Male über diese Strecke gesprochen. Kaum aber über den Unfall. Er hat mir erzählt, dass die Strecke früher das pure Abenteuer war. Es gab damals noch keine Kommunikation zwischen dem Fahrer im Auto und dem Team. Die Piloten waren für einen sehr langen Teil völlig alleine unterwegs, da draußen in der grünen Hölle. Es war eben eine völlig andere Zeit, auch andere Autos. Aber Niki hat es genossen. Ich war erstaunt, wie lebendig seine Erinnerungen waren, obwohl ja alles schon lange zurück lag.

Sprechen wir über den heutigen Grand-Prix-Kurs: Du warst hier dreimal am Start: Warst 2., 4. und bist der letzte Sieger. Was macht ihn gerade für dich als Deutscher so besonders? Welche Passage ist die „beste“?
Was die Strecke angeht, ist mein Lieblingsabschnitt der Teil rund um die Dunlop-Kehre. Ich weiß nicht, ob sie noch so heißt. Es ist der am weitesten von Start/Ziel entfernte Bereich. Wo es erst runter geht und man wieder hochkommt, weiter durch das „S“ bis hin zu den zwei Bit-Kurven. Ich glaube, eine davon hieß sogar einmal RTL-Kurve. Dieser Teil ist noch der alte Teil der Strecke und hat richtig viel Charakter. Schade, dass es das Castrol-S, die Schikane nicht mehr gibt. Man hat die Strecke umgebaut und damit den ersten Teil für uns Fahrer etwas abgewürgt. Er ist jetzt nicht mehr so schön rhythmisch. Aber der Rest der Strecke ist toll.

Gibt es vom Nürburgring ein paar besondere Anekdoten? Etwa über dein erstes Mal – hast du jemanden Besonderen getroffen – hast du mit Fans mal gecampt? Einfach irgend etwas Skurriles ...
Bei meinen Formel-1-Rennen war ich natürlich nicht auf dem Campingplatz, aber vorher als ich bei der Formel BMW gefahren bin, sind wir natürlich schon rund um die Strecke herumgezogen, auch um das Formel-1-Rennen zu schauen. Aber ich kann nur jedem Motorsport-Fan empfehlen einmal beim 24-Stunden-Rennen auf der Nordschleife dabei zu sein. Einfach um einmal diese grandiose Atmosphäre mitzuerleben.

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