Freitag, 10. Februar 2012
Hallo aus Jerez!
Endlich sind wir wieder da! Die letzten Tage und Wochen waren wir schon aufgeregt und ungeduldig, wir wollten alle dasselbe: zurück ins Auto und auf die Rennstrecke.
Sicher ist es schön gewesen, auszuspannen und die leeren Batterien wieder aufzuladen, aber insgeheim haben wir es alle nicht abwarten können wieder loszulegen. Als ich mich zum ersten Mal ins neue Auto gesetzt habe, war gleich dieses spezielle Gefühl da, als ob man nach Hause kommen würde.
Meine ersten Eindrücke vom RB8 sind wirklich ganz positiv, obwohl uns klar ist, dass wir uns jetzt erst mal "kennenlernen" müssen. Man muss bedenken, dass wir noch in der Anfangsphase stecken und jetzt erst mal viel probieren und austesten müssen, aber das Gefühl passt einfach. Eine Sache auf die wir uns vielleicht besonders konzentrieren ist der Speed. Ich denke, dass es machbar ist, ein schnelles Auto verlässlich zu machen, aber ob man auch ein verlässliches Auto sicher schneller machen kann?
Die Testbedingungen in Jerez sind außerdem auch ganz spezielle. Generell sind wir noch an die warmen Temperaturen des letzten Jahres gewöhnt und deshalb muss man sich hier erst auf die Kälte einstellen. Die Strecke ist dadurch doch sehr rutschig und wir haben darauf geachtet nicht zu viele Risiken einzugehen, da ja noch nicht sehr viele Ersatzteile für die Autos vorhanden sind. Man sollte auch nicht gleich beunruhigt sein, wenn man kleine Probleme während der Fahrt hat, denn dafür sind die Testtage ja da. Wir hatten heute zum Beispiel ein kleines elektronisches Problem, aber das ist mittlerweile auch schon wieder behoben worden. Auch haben wir vorsichtshalber den Motor heute ausgewechselt, aber wie gesagt, das ist alles ganz normal und mir ist es lieber, die Dinge passieren jetzt, als dann später im Rennen.
Eine Sache an der ich und die Jungens noch arbeiten ist der Name des RB8. Wir haben schon jede Menge Ideen und auch Vorschläge gesammelt, aber ich habe bis zum Start der neuen Saison ja noch ein wenig Zeit. Ich bin mir aber sicher, dass ich einen finden werde, mit dem alle am Ende zufrieden sind.
Neu wird aber nicht nur der Name des Autos sein, sondern in diesem Jahr habe ich mit Heikki Huovinen auch einen neuen Physiotherapeut. Wie wahrscheinlich viele von euch wissen, wird Tommi in diesem Jahr nicht mehr dabei sein. Das war vielleicht nach außen hin etwas überraschend, aber intern schon längere Zeit geklärt. Unser Verhältnis war immer mehr als grandios und er wird uns allen fehlen, aber trotzdem müssen wir weitermachen. Wir alle wünschen Tommi nur das beste für die Zukunft und sind uns sicher, dass der Kontakt nicht abreißen wird. Er bleibt immer ein Teil unserer Familie.
Ich schicke viele Grüße aus Jerez und melde mich bald aus Barcelona









